_FONTLOADER_

Apenburger Waldbad öffnet am 1. Juni

Eintrittspreise bleiben unverändert / Abriss der maroden Bungalows kann beginnen

Im Apenburger Waldbad laufen die Vorbereitungen für die neue Saison auf Hochtouren. Ziel der Gemeinde ist es, am 1. Juni zu öffnen. Die Eintrittspreise sollen trotz des großen Defizits im vergan- genen Jahr dennoch stabil bleiben.

Von Walter Mogk

Noch so eine verkürzte Waldbad-Saison wie im vergangenen Jahr will sich der Flecken Apenburg-Winterfeld nicht leisten. „Da hatten wir fast einen Monat später geöffnet und dann auch noch einen schlechten Sommer“, erklärte Bürgermeisterin Ninett Schneider im Rat. Entsprechend niedrig waren am Ende Besucherzahlen und Einnahmen. „Diesmal muss es unser Ziel sein, am 1. Juni zu öffnen“, gab die Ortschefin die Devise aus.

Einiges an Vorbereitungen haben die ehrenamtlichen Helfer schon getroffen. Größtes Problem, wie in jedem Jahr, ist die Absicherung des Badebetriebs durch Rettungsschwimmer. Hier sucht die Gemeinde nach wie vor Verstärkung. Schüler ab 18 oder Studenten mit entsprechender Ausbildung, die noch einen Ferienjob suchen, können sich gern in der Gemeinde melden (E-Mail: flecken.apenburg-winterfeld@gmx.de). Möglich ist auch, die Rettungsschwimmer-Prüfung vor Ort abzulegen und dann direkt einzusteigen.

Internet-Hotspot
ist in Planung

Als besonderer Pluspunkt soll das Apenburger Waldbad demnächst an das neue Breitband-Internet angeschlossen werden. „Wir haben das beantragt. Vielleicht können wir so einen Internet-Hotspot für die Jugendlichen schaffen und so noch mehr von ihnen ins Bad locken“, meinte Ninett Schneider. Für die sportliche Betätigung sollen auch noch mehr Möglichkeiten geschaffen werden. „Jedes Bad hat ja sein Alleinstellungsmerkmal. In Beetzendorf ist es das warme Wasser, bei uns ist mehr Platz für Sport- und Freizeitaktivitäten“, so die Ortschefin.

Was die Eintrittspreise betrifft, so hat sich der Rat dazu entschlossen, diese nicht anzuheben. „Ein paar Hundert Euro mehr in der Kasse würden uns schließlich auch nicht retten“, sprach der Saalfelder Detlef Jürges das hohe Defizit des Bades im Vorjahr an, das ihm „richtige Bauchschmerzen bereitet“. Einzig eine Anhebung des Preises für die ab 17 Uhr geltende Abendkarte würde er befürworten. „Um die Leute zu motivieren, früher ins Bad zu kommen“.

Bis spätestens 2025 will die Gemeinde in das Waldbad mit Hilfe von Fördermitteln investieren. Die entsprechende Machbarkeitsstudie dafür liegt vor, allein der passende Fördertopf wurde noch nicht gefunden. „Wenn das Konzept dann umgesetzt ist, können wir die Preise immer noch anheben“, meinte der Winterfelder Christian Zurleit.

Nägel mit Köpfen machen will die Gemeinde in Sachen Bungalows. Die sind seit Jahren marode und verfallen. „Beim letzten Sturm ist ein Baum auf eines der Häuschen gestürzt“, berichtete Ninett Schneider. Nicht nur deshalb sei es an der Zeit, mit dem auch in der Machbarkeitsstudie empfohlenen Abriss zu beginnen. 10 000 Euro wurden dafür in den laufenden Haushalt eingestellt. Nach und nach verschwinden soll aber auch das „Hüttenkombinat vorn an der Straße“, wie Schneider die Bauten auf dem Campingplatz bezeichnete.

Wasserwacht übernimmt Schwimmunterricht

Eine gute Nachricht gibt es auch für alle Eltern, die ihre Kinder zum Schwimmunterricht ins Apenburger Waldbad schicken wollen. Die entsprechenden Kurse sollen auch in dieser Saison wieder stattfinden. Allerdings kümmert sich diesmal nicht die Gemeinde darum, sondern die Wasserwacht Salzwedel. Ein entsprechender Vertrag soll demnächst unterzeichnet werden. „Die Preise für Schwimmunterricht und Schwimmstufen richten sich dann auch nach den Konditionen der Wasserwacht“, machte Ninett Schneider deutlich, warum eine spezielle Entgeltordnung diesmal nicht im Rat beschlossen werden muss.