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Wer stopft das Finanzloch?

Nach Sanierung des Tierheimdaches sind mehr als 5000 Euro noch offen

Die Löcher im Dach des Wolmirstedter Tierheims sind gestopft. Was allerdings bleibt, ist ein Loch in der Brieftasche des zuständigen Tierschutzvereins. Nun soll auf Vorschlag des Wolmirstedter Finanzausschusses die Stadtverwaltung dem Tierheim unter die Arme greifen.

Von Tom Wunderlich

Das Wolmirstedter Tierheim hat fast schon in Rekordzeit ein neues Dach für das Katzenhaus erhalten. Auf einem Großteil der rund 200 Quadratmeter großen Dachfläche war die Holzkonstruktion von innen weggefault gewesen. Die ersten Vorboten hatten sich schon vor einiger Zeit an dem fast 20 Jahre alten Gebäude bemerkbar gemacht. Dieses war 1993 als Auffangstation für Tiere errichtet worden. Später folgten noch zwei Anbauten, welche rein durch Spenden finanziert wurden. „Wenn es geregnet hat, dann lief hier das Wasser an den Decken und Wänden herunter“, sagt Tierheimleiter Otfried Müller. Grund war unter anderem die fehlende Belüftung, welche die Feuchtigkeit nicht abführen konnte.

Seit vergangener Woche können sich die Mitglieder nun über das neue Blechdach freuen. Während die Löcher in der Dachhaut nun gestopft sind, bleibt allerdings ein Loch bei den Finanzen. Immerhin war der Verein für die aufwendige Sanierung in Vorleistung gegangen und hatte die nötigen 35 000 Euro aus eigener Tasche bezahlt.

„Das geht uns natürlich ordentlich an die Substanz, aber damit mussten wir schon vorher rechnen“, erklärt Otfried Müller der Volksstimme. Zwar konnte ein Großteil der anfallenden Kosten durch Zuwendungen und Spenden beglichen werden. Trotzdem fehle noch ein Betrag von rund 5000 Euro.

Schon im Vorfeld hatte das Tierheim einen Fördermittelbescheid durch das Land Sachsen-Anhalt in Höhe von über 9000 Euro erhalten, weitere 20 000 Euro hatte die Gemeinde Barleben für die Deckung von Tierarztkosten hinzugeschossen. Und nun scheint sich auch für den Restbetrag eine Lösung zu finden.

So war zuerst der Plan von Otfried Müller und seinem ehrenamtlichen Team, den restlichen Geldbetrag mittels Spenden aus der Bevölkerung zu vereinnahmen. „Ich bin mir sicher, dass wir so das restliche Geld zusammen bekommen.“ Bereits einen Tag nach dieser Aussage kam jedoch ein positives Signal aus den Reihen der Verwaltung.

Bereits am Donnerstagabend hatte Wolmirstedts Fachdienstleiter für Finanzen Marko Kohlrausch im Rahmen des Finanzausschusses noch einmal Initiative für den Tierschutzverein ergriffen. „Ich würde gerne dem Tierheim unter die Arme greifen und restlichen Betrag ausgleichen“, erklärte er den anwesenden Ausschussmitgliedern. Allerdings müssten darüber die Mitglieder des Hauptausschusses bescheiden.

Allerdings kam das Thema am Montagabend im öffentlichen Teil des Hauptausschuss nicht zur Sprache. Deswegen bleibt vorerst unklar, wie und wann das Finanzloch gestopft wird. Möglicherweise kann sich das Tierheim aber doch noch über ein finanzielles Weihnachtsgeschenk freuen.